28. Februar 2026
Die leere soziale Batterie - wo finde ich die nächste Ladesäule?
Hallo zusammen,
ja, es ist eine Weile recht ruhig um mich gewesen.
Aktuell bin ich auch etwas zurückgezogen, da ich gerade sehe, dass meine soziale Batterie – wie es heute gern genannt wird – etwas leer ist.
Die letzten Wochen sind aktuell ein Scheideweg für mich.
Ich muss sehr stark auf mich aufpassen und dabei den Fokus nicht verlieren.
Ja, gerade ist es manchmal schwer, jeden Morgen motiviert aufzustehen.
Das keineswegs, weil mein gesamter Rhythmus und meine Rolle in der Beziehung sich über das letzte Jahr komplett geändert haben. Ich bin einfach gerade müde und muss aufpassen, dass ich nicht in das Rabbithole einsteige, welches wir als Under A Rest von Anfang an gesagt haben, nicht betreten zu wollen.
Wir wollen Dinge bewegen.
Teilweise auf anderen Wegen als bisher.
Und nicht allen gerecht werden.
Natürlich ist mir bewusst, dass nicht jeder diesen Weg auf Anhieb versteht.
Auch, dass etwas mit Ruhe und Bedacht aufgebaut werden muss.
Willst du gesund wachsen als Initiative, bedarf es eines klaren Weges.
Nicht jede Abbiegung darf genommen werden, nicht jede Kritik direkt umgesetzt werden.
Lisa und ich haben uns von Anfang an auf einen klaren Aufbau geeinigt – fast so, als würden wir ein Unternehmen leiten.
Wir wollen ausbrechen aus dem Vereinssystem, aus den Leuten, die viel reden und doch nichts machen.
Dies stellt keine Kritik an den jetzigen Vereinen und Initiativen dar.
Alles ist wichtig.
Doch was ich für mich selbst festgestellt habe, und auch durch weise Worte einer der intellektuellsten Personen für mich, ist: Menschen, die vorher schon nicht korrekt waren, werden dies nicht ablegen, nur weil sie krank oder betroffen sind.
Menschen, die nicht verstehen wollen, werden auch nie verstehen.
Voller Euphorie sind wir gestartet, etwas getrieben und auch mit Druck aus der ME-Bubble.
Dabei haben wir aber auch etwas Wichtiges vergessen lassen: Höre auf dein Gefühl.
Das ist etwas, das ich über viele Jahre als leitende Führungskraft gelernt habe. Nicht nur das, eine meiner Superkräfte Dank ADHS, ist, Menschen mit einem Blick zu durchleuchten. Recht schnell bekomme ich mit mit, ob etwas nicht stimmt und ob man entweder empathisch darauf eingeht oder einfach seine Meinung sagt.
Genau das ist auch ein Punkt, der Lisa und mich ausmacht. Das schüchtert auch gerne mal ein, da wir uns zudem blind verstehen.
Ok, zurück zum Thema. Wir haben uns in den letzten Monaten an einigen Punkten, trotz komischem Bauchgefühl, blenden lassen. Eine der wichtigsten Erkenntnisse daraus ist: Sagt dein Bauchgefühl Nein, dann hör darauf.
Gerade ich habe versucht, es zu vielen recht zu machen, Rücksicht zu nehmen, um dann festzustellen: Hier wird keine Rücksicht genommen. Und das ist auch ein Teil dessen, warum ich sage: Meine soziale Batterie ist leer. Ich musste hier die letzten Wochen einiges anpassen, damit der Speicher wieder voll wird.
Denn durch den Alltag, der sich ändert, ändert sich auch ein wenig meine Art, mit Problemen umzugehen.
Es ist der Scheideweg: Do it or do it not. Ich habe mich entschieden.
Do it. And do it loud.
Scheiß drauf, was andere sagen.
Mach dein Ding.
Wir springen über das Rabbithole und machen genau da weiter, wo wir von Anfang an sein wollten.
Wir haben uns klar entschieden.
Ich habe mich entschieden.
Und jetzt bin ich zurück.
Ich habe mich schon immer für Gleichberechtigung eingesetzt und dafür, dass Menschen, die Unwahrheiten erzählen, ins Licht gerückt werden. Mir ist bewusst, dass wir – oder ich – nicht jedem gefallen werden mit dieser Einstellung.
Doch der Punkt ist: Wir wollen mit Under A Rest nicht die gleichen Töne anschlagen wie tausendmal zuvor.
Wir wollen nicht protestieren oder diskutieren.
Wir wollen verbinden, was verbunden werden muss.
Wir wollen vereinen, was vereint werden muss.
Wir wollen keinen nächsten Höhenflug.
Wir wollen abheben.
Wir wollen begeistern und nicht anfeinden.
Emotionen statt Hass.
Wir reden nicht übel nach.
Wir sprechen an.
Und wichtig: Wir wachsen in dem Tempo, das wir schaffen können.
Wir entwickeln und ahmen nicht nach.
Wir inspirieren und kupfern nicht ab.
Wir sind keine Heilsversprecher – wir sind Sprecher.
Wir haben das Ganze gestartet, um zu bewegen.
In vieler Hinsicht.
Und nicht, um uns bewegen zu lassen.
We against the rabbit hole. Der Absprung aus der dunklen Jahreszeit.
Das Aufladen des Akkus.
Das Durchatmen mit schwerer Brust.
Ich habe für mich verstanden: Bauchgefühl und Erfahrung zählen auch hier.
