30. Oktober 2025
Loud for the Silent #2- Dresden
Dresden – zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Gänsehautmomenten
Am Wochenende vom 25. und 26. Oktober 2025 war es soweit: Under a Rest - Loud for the Silent war beim 25. Dresden-Marathon dabei – und das gleich doppelt!
Mit zwei Teams aus je fünf Läuferinnen und Läufern – beim 5 km-Lauf und beim Halbmarathon – haben wir gezeigt, dass man gemeinsam viel bewegen kann.
Und diesmal waren wir sogar mit einem eigenen Content-Team vor Ort:
Rick hat uns am Start und im Ziel begleitet, während Elena als „rasende Reporterin“ auf dem Fahrrad durch Dresden unterwegs war. Dank der beiden gibt es viele authentische Eindrücke, Gespräche und Momente, die man so schnell nicht vergisst.
Freitag – Ankommen mit Erinnerungen
Am Freitagnachmittag kamen wir in Dresden an. Unser Hotel lag in der Nähe des Ostrageheges, und schon beim Aussteigen war dieses Gefühl da – vertraut, aber mit einem leicht bitteren Beigeschmack.
Erster Stopp: die Startnummer abholen. (Spoiler: Es blieb nicht bei dem einen Mal 😉)
Mit Begeisterung stellte ich fest, wie sich das Gelände verändert hatte – moderne Arenen, alles glänzt, und im Hintergrund die Yenidze.
Wow, dachte ich – gut geworden!
Nach einem kurzen Bummel über die Messe (und einem inneren Dialog: Nein, du kaufst jetzt keine neuen Schuhe!) ging es zurück ins Hotel. Lisa ruhte sich etwas von der Fahrt aus, bevor wir uns abends auf den Weg in die Altstadt machten.
Mit der Straßenbahn Richtung Rundkino, vorbei an neuen Gebäuden, die wir kaum wiedererkannten.
Es war dunkel, aber die Stadt leuchtete. nach einen kurzen Bummel druch die Prager Straße, ging es Richtung Frauenkirche.
Am Neumarkt trafen wir schließlich unseren Freund – ein längst überfälliges Wiedersehen nach über zehn Jahren.
Wir begrüßten uns lachend, als wäre es gestern gewesen.
„Du bist ja gar nicht älter geworden!“ sagten wir fast gleichzeitig – nur die Brille auf seiner Nase war neu.
Der Abend war wunderschön, voller Geschichten, Erinnerungen und Lachen.
Beim Bezahltanz schworen wir uns: Nie wieder sollen zehn Jahre vergehen. Und das wird es auch nicht.
Samstag – Neustadt, Frühstück und neue Gesichter
Am Samstagmorgen zog es uns – wie von einem Magneten – in die Dresdner Neustadt.
Zum Frühstück ins Café Blumenau, zwei Häuser neben unserer alten Wohnung.
Witzig eigentlich: Unsere Hamburger Anschrift lautete ebenfalls „Blumenau“.
Das Frühstück war, wie erwartet, großartig.
Dazu trafen wir Elena – bisher kannten wir uns nur online, jetzt endlich persönlich.
Ein herzliches, ehrliches Kennenlernen voller Austausch und gemeinsamer Pläne.
Parallel kam die Nachricht: Merci und Alix würden es knapp haben.
Merci war erst spätabends aus Österreich in Dortmund angekommen und saß früh im Zug nach Dresden – Abenteuer Bahnfahren inklusive.
Kurzerhand holte ich noch die Vollmachten der beiden und machte mich am Mittag zum zweiten Mal auf den Weg zur Startnummernausgabe.
Eine nette Dame, die wir später wiedertrafen, war mindestens genauso nervös wie ich, ob die beiden rechtzeitig ankommen würden.
(Spoiler: Sie haben’s geschafft!)
Merci stieg in Halle zu Alix ins Auto, und pünktlich wie ein Uhrwerk waren beide da.
Der Lauf – laut für die, die leise geworden sind
Dann ging’s los: Aufwärmen, Aufregung, und schließlich der Startschuss.
Für mich sind 5 Kilometer mittlerweile Routine – meine Pace von 7:00 min/km konnte ich gut halten und den Lauf einfach genießen.
Was für eine schöne Strecke!
Vom Ostragehege vorbei an der Messe, under der Marienbrücke, zur Semperoper – und dann zurück durchs Kongresszentrum direkt ins Heinz Steyer Stadion, inklusive Ehrenrunde.
Einfach top!
Ich bin sicher, auch die Halbmarathon- und Marathonläuferinnen und -läufer waren begeistert.
Wir waren stolz, in beiden Disziplinen je fünf Läuferinnen und Läufer an den Start zu bringen – für unser Team und für all jene, die es nicht mehr können.
Dankbarkeit, Begegnungen und Gänsehaut
Natürlich haben wir auch organisatorisch einiges mitgenommen – Dinge, die wir beim nächsten Mal besser machen können.
Aber vor allem haben wir neue, tolle Menschen kennengelernt:
Zum Beispiel Sandro, der spontan sein Trikot für den Ponyhof Kamenz mit unserem Hashtag und Logo versehen hat.
Und all die großartigen Läuferinnen und Läufer, die mit uns für mehr Aufmerksamkeit gesorgt haben. Oder Anna, die die Werbetrommel gerührt hat, das wir unser Ziell von der Doppelden Zahl an Läufern in Hamburg in Dresden auch verwirklichen konnten.
Ein Moment hat mich besonders berührt:
Am Wendepunkt der 5 km-Strecke rief jemand aus der Menge:
„Loud for the Silent!“
Gänsehaut.
Genau das war unsere Vision – laut sein für die, die keine Stimme mehr haben.
Dresden war für Lisa und mich ein Ort des Anfangs – und jetzt vielleicht ein neuer.
Ein zweiter Auftakt, in etwas, das wir noch gar nicht ganz greifen können.
Danke an alle, die dabei waren. Danke an alle Läuferinnen und Läufer.
Und danke an die tolle Organisation.
Dieses Wochenende bleibt unvergessen.


















