18.September 2025
Loud for the Silent #Dresden-wir kommen! Nur noch 37 Tage.
Dresden, wir kommen! 'Waleed nicht die Hacke' Remember, Remember the 25. of October!
Nur noch 37 Tage, dann stehen wir in Dresden am Start. Allein das zu schreiben, löst schon wieder dieses Kribbeln in mir aus. Nach dem Alsterlauf habe ich erstmal ein paar Laufpausen eingelegt, zumindest was das gezielte Training angeht. Stattdessen habe ich mir das Schwimmen vorgenommen – und zwar richtig. Kraulen üben, Technik verbessern, Brustschwimmen stabilisieren.
Und was soll ich sagen? Ich merke, wie ich beim Brustschwimmen immer besser werde. Schwimmen macht mir inzwischen richtig Spaß. Erst am 30. August habe ich zum ersten Mal 100 Bahnen geschafft – 2,5 km! Vor gar nicht allzu langer Zeit hätte ich nicht mal gedacht, dass ich das Joggen in dieser Distanz packe. Und bevor die Frage kommt: Nein, ich habe mich nicht vom Beckenrand abgestoßen. Stattdessen habe ich mich gezwungen, nach jeder Wende ohne Antrieb wieder in den Rhythmus zu finden. Das klingt nach einer Kleinigkeit, kostet aber enorm viel Energie, weil ich jedes Mal nach 25 m quasi neu starten muss.
Momentan liege ich bei etwa 18 Minuten für 500 m. Angefangen habe ich bei 25 Minuten – also eine ordentliche Steigerung. Es geht Schritt für Schritt voran, auch wenn das Kraulen noch eine ganz andere Nummer ist. Da fehlt mir noch die Technik und vor allem die Ruhe. Aber genau deshalb trainiere ich weiter, weil ich weiß, dass irgendwann auch dort der Knoten platzen wird.
Zwischen Geschäftsreise, Berlin, Baguette und ein wenig Vive la France!
Mein Lauftraining startet erst nächste Woche wieder richtig. Diese Woche stand eine Geschäftsreise an, und ich wollte trotzdem nicht ganz auf Bewegung verzichten. Also habe ich mir ein Mietfahrrad geschnappt und bin nach der Arbeit noch über die Grenze nach Frankreich gerollt – Baguette und Käse besorgen, dazu ein paar Leckereien für Lisa. Das ist für mich so ein kleiner Trick, um ihr ein bisschen Urlaubsgefühl nach Hause zu bringen.
Überhaupt war die Geschäftsreise eine gute Erfahrung. Ich habe spannende Eindrücke mitgenommen und war begeistert von der Herzlichkeit, die mir (auf deutscher und französicher Seite) dort begegnet ist. Das hat mich ehrlich gesagt ziemlich motiviert und inspiriert. Am Samstag geht’s dann gleich weiter nach Berlin, wo ich Lisa bei einer Veranstaltung helfe – und nebenbei ihr persönlicher Taxifahrer bin. Das mache ich immer wieder gerne, weil es uns beiden das Gefühl gibt, zusammen unterwegs zu sein.
Was ist eigentlich mein Ziel in Dresden?
Sportlich gesehen ist die Sache klar: Ich weiß, dass ich die 5 km schaffen werde. Mein inneres Ziel war in Hamburg, unter 35 Minuten ins Ziel zu kommen und das konnte ich betsätigen – und das ist für mich, mit über 120 kg auf den Rippen und Asthma, ein riesiger Erfolg. Darauf bin ich extrem stolz.
Aber das eigentliche Ziel in Dresden ist für mich ein anderes. Es ist das Wiedersehen mit unseren Bruder im Herzen. Wir haben uns fast zehn Jahre nicht gesehen. Vor dem Rennen, einen Tag vorher, treffen wir uns endlich wieder. Dresden war damals ein ganz besonderer Ort für uns – dort habe ich mit Lisa und ihm unglaublich viele tolle Momente geteilt. Es war die Zeit, in der Lisa und ich unser gemeinsames Leben gestartet haben. Man die Zeit ist einfach zu schnell Vergangen und wir freuen uns total auf das Wiedersehen.
Wahrscheinlich ist genau das auch der Grund, warum dieser Lauf in Dresden stattfinden muss, bzw. kam die Nachricht die mich dazubewegt hat in Dresden meinen 2. Lauf zu starten. Nicht nur, um die 5 km zu laufen, sondern auch, um mit der Vergangenheit ein Stück weit Frieden zu schließen. Und gleichzeitig Platz für Neues zu schaffen. Ich spüre, dass dieses Treffen mehr ist als nur ein Wiedersehen – es ist ein Zurückkehren, ein Aufsammeln von alten Erinnerungen und ein Blick gemeinsam nach vorne.
Gemeinsam sichtbar werden
Natürlich freue ich mich auch riesig auf alle, die mit uns in Dresden laufen werden. Jeder, der das Trikot trägt, jeder, der sichtbar ein Zeichen für ME setzt, macht diesen Lauf zu etwas Besonderem. In der herbstlichen Sonne Dresdens mit unserer Botschaft auf der Brust – das wird großartig.
Zwischen Sport, Vereinsgründung und Alltag
Weil wir gerade mitten in der Vereinsgründung stecken, schreibe ich momentan etwas weniger. Es ist viel los – Training, kreative Arbeit für den Verein, und dazu der Alltag mit Lisa. Gerade wenn ich auf Geschäftsreise bin, braucht es Vorbereitung und Planung, damit zuhause trotzdem alles passt. Wir haben Unterstützung im Haushalt, und ich koche oft vor, damit Lisa es leichter hat. Sie ist in vielen Dingen noch sehr aktiv, und trotzdem merke ich, dass uns diese Zeiten immer stärker zusammenschweißen.
Wir waren schon immer ein gutes Team, aber jetzt wird es noch intensiver. Es ist, als ob die gemeinsame Aufgabe uns noch enger zusammenbringt. Und genau das ist es, was mich antreibt – ob im Wasser, auf der Laufstrecke oder im Alltag: Wir gehen diesen Weg gemeinsam.
Dresden wird für mich mehr als nur ein Rennen. Es wird ein Stück Vergangenheit, das wieder lebendig wird. Es wird ein Wiedersehen, ein Zeichen für ME und ein weiterer Meilenstein auf meinem Weg. Und genau darauf freue ich mich jetzt – noch 37 Tage.







