10. November 2025

Von 0 auf Verein

Wie aus einer Idee plötzlich Realität wird

Manchmal beginnt alles mit einem Gedanken. Einer Idee, die zunächst klein und leise ist – und dann plötzlich Fahrt aufnimmt, bevor man überhaupt richtig realisiert, was da gerade passiert.
So war es bei uns.
Under a Rest war anfangs „nur“ eine Idee, den Traum eine Bewegung auszulösen die ewas auslöst. Eine Bewegung, die Aufmerksamkeit schaffen sollte für ME/CFS – für all die Menschen, deren Stimmen zu oft ungehört bleiben.
Doch aus dieser Idee wurde schnell mehr.

Was als Herzensprojekt begann, hat uns in den letzten Monaten gefühlt überrollt – im positivsten Sinne. Gespräche, Kontakte, Mails, Nachrichten, Unterstützung von allen Seiten.
Und irgendwann war klar: Wenn wir wirklich etwas bewegen wollen, brauchen wir eine feste Struktur. Also haben wir uns entschieden, einen Verein zu gründen.

Von der Idee zum e.V.

Leichter gesagt als getan.
Wir dachten anfangs: „Wie schwer kann das schon sein?“
Die Antwort: Schwerer, als man denkt, bzw. bekommt man die deutsche Genauigkeit auch direkt zu spüren.😅
Man braucht nicht nur Leidenschaft, sondern auch eine Satzung, ein Gründungsteam, rechtliche Beratung, Abstimmungen, Sitzungen, endlose Textversionen und ein Mail Ping Pong.

Aber wir haben’s gemacht. Schritt für Schritt.
Heute – Stand jetzt – ist die Satzung unterzeichnet, liegt beim Notar und geht von dort ans Amtsgericht zur Eintragung ins Vereinsregister. Spoiler und wir sitzen dann nochmals in einer Fortsetzungsgründungsversammlung (was für ein tolles deutsches Wort), um die Bürokratie glücklich zu machen.
Ein großer Meilenstein. Und trotzdem fühlt es sich noch immer ein bisschen unwirklich an, etwas unreal und der Gedanke ob es der Weg ist den wir jetzt gehen.

Sprint statt Marathon

Für uns war der ganze Prozess kein Marathon, sondern ein Sprint.
Von der ersten Idee bis hierher ist alles so schnell passiert, dass wir manchmal kaum hinterherkamen.
Wir wollten etwas anstoßen, etwas Sichtbares schaffen – und plötzlich war da diese Welle an Resonanz, die uns mitgerissen hat und motiviert hat für das alles. Es ist nicht nur der Antrieb auf den letzten Metern bis zur Zielliene, es ist so so viel mehr

Ob Betroffene, Angehörige, Journalist:innen oder einfach Menschen, die sich für das Thema öffnen – die Rückmeldungen waren überwältigend.
Oft saßen wir da, haben uns angesehen und gefragt:
„Was haben wir da nur gestartet?“
Und ganz ehrlich – wir fragen uns das immer noch.

Wir wissen nicht, ob Under a Rest irgendwann ein großer Verein oder die Bewegung wird die alles über die Ziellinie bringt, oder ob wir einer von vielen sind, die mühsam Schritt für Schritt Veränderungen anstoßen.
Aber was wir wissen: Wir geben alles dafür, dass es mehr als nur ein Name wird.

Was wir gerne vorher gewusst hätten

Ein Verein gründen klingt auf dem Papier einfacher, als es in der Realität ist.
Man denkt: Wir haben eine Idee, ein Ziel, ein Team – das reicht. Aber nein, das reicht eben nicht. Ein Verein zu gründen ist das deutscheste was man sich vorstellen kann und so Bürokratisch und genau, das man sich fragt aus welchen Jahrundert wir gerade kommen.

Wir hätten uns am Anfang gewünscht, dass uns jemand sagt, naja wobie wir haben auch damit gerechnet:

„Ein Verein zu gründen bedeutet nicht nur, etwas zu starten – es bedeutet, Verantwortung zu übernehmen. Für Strukturen, für Entscheidungen und für Menschen, die an eure Idee glauben.“

Denn plötzlich geht es nicht mehr nur um Emotion oder Leidenschaft. Es geht um Regularien, Fristen, Mitgliederversammlungen, steuerliche Pflichten, Datenschutz, Gemeinnützigkeit, Satzungslogik und all die Details, die man vorher gerne übersieht.
Und trotzdem war genau das auch wertvoll.

Wir haben in den letzten Monaten  noch mehr über Organisation, Kommunikation und Vertrauen gelernt als so schon im Leben.
Wir haben gelernt, dass Begeisterung allein nicht reicht – aber dass sie ein verdammt guter Motor ist, wenn man ins Straucheln kommt.
Denn jede Gründung ist ein Stück Chaos, aber genau aus diesem Chaos entsteht etwas Echtes.

Und jetzt?

Jetzt heißt es erstmal: abwarten, bis die Eintragung offiziell durch ist – und dann richtig durchstarten.
Die Website wächst, die Community wächst, das Team wächst. Die Ideen werden immer Größer und die Passion ist der Weg.
Und ich selbst kann mich endlich wieder etwas mehr auf das konzentrieren, was mich antreibt: den Sport, das Schreiben und die Bewegung, die wir gemeinsam gestartet haben.

Denn so sehr der Aufbau des Vereins auch Zeit, Energie und Nerven gekostet hat – es war jede Minute wert.
Wir haben aus einer Idee eine Bewegung gemacht. Und jetzt, wo der organisatorische Marathon (oder Sprint 😉) fürs Erste geschafft ist, beginnt der Teil, der uns am meisten erfüllt:
Geschichten erzählen, Menschen erreichen, laut sein – für alle, die gerade leise sind.

Vielleicht war under a Rest bisher ein Sprint, aber das, was jetzt kommt, ist unser Marathon.
Und den gehen wir mit Herz, Verstand und der Vision, sichtbar zu machen, was sonst unsichtbar bleibt.

Fazit: Von Null auf Verein – und kein bisschen bereut

Würden wir es wieder tun?
Ja.
Würden wir vorher ein paar Dinge anders planen? Auch ja.
Aber genau das ist der Punkt:
Gründung bedeutet nicht, dass man alles weiß. Es bedeutet, dass man anfängt – und bereit ist, zu lernen, während man läuft.

Wir haben noch keinen festen Zielstrich erreicht, aber wir wissen, in welche Richtung wir laufen.
Und das reicht fürs Erste.

Under a Rest e.V. – laut für die Leisen.
Von 0 auf Verein. Von einer Idee zu einer Bewegung.

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